Verwaltungsneubau Stiftung Unionhilfswerk Berlin

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Verwaltungsneubau Stiftung Unionhilfswerk Berlin2018-09-13T16:38:49+00:00

Projektbeschreibung

Wettbewerbsbeitrag im Rahmen des nichtoffenen Wettbewerbs „Verwaltungsneubau der Stiftung Unionhilfswerk“.

Der Verwaltungsneubau des Unionhilfswerks legt den Grundstein für die weitere Entwicklung des Areals der ehemaligen Bockbrauerei. Ein Mix von Wohnen, Kultur und Gewerbe verstärkt die Vielfalt im Quartier und erhöht die Aufenthaltsqualität der Straße in diesem Bereich. Das Gelände der Brauerei kann in mehreren Phasen entwickelt werden. Es besteht die Möglichkeit, die vorhandenen ein- bis zweigeschossigen Baukörper an der Schwiebusser Straße durch mehrgeschossige, straßenraumbildende Bauten stufenweise zu ersetzen. Östlich des Neubaus wird die, mit wertvollem Baumbestand belegte Grünfläche erhalten und zu einem Quartiersplatz ausgebildet werden. Eine Landschaftstreppe mit Sitzstufen nach Süden ausgerichtet, vermittelt zwischen dem höhergelegenen Niveau des Brauereigeländes und der Straße und lädt die Passanten zum Verweilen ein. In Anlehnung an die historische Nutzung der Brauerei ist an dieser Stelle eine Gastronomie mit Biergarten an der nördlichen Kante des Platzes vorstellbar.

Im Dialog mit dem Gegenüber Das Gebäude steht an der Südseite im Dialog mit dem Sagebiel-Bau, indem auf Vor- und Rücksprünge reagiert und ein strenges Fassadenraster aufgebaut wird. Die Fensterformate nehmen Bezug zum Gegenüber, entwickeln aber eine formale Eigenständigkeit. Die große Baumasse des sechsgeschossigen Neubaus wird durch leichte Vor- und Rücksprünge zoniert und gegliedert und erhält eine hohe Plastizität: Ein nach Süden ab dem 1. OG auskragendes Gebäudeteil und ein über Eck geschosshoch verglastes Foyer lassen eine markante Kopfsituation entstehen und tragen mit einladender Geste in Richtung Mehringdamm zur Adressbildung bei. Durch einen dreigeschossigen Rücksprung nach Norden nimmt der Neubau die Gebäudehöhe des Pflegeheims auf und verhindert die Verschattung der nach Süden orientierten Pflegeheimzimmer. Ein leicht auskragender Gebäudekopf im Nordosten nimmt Bezug zur Zufahrt von der Fidicinstraße. Die Fassade strahlt durch ihre einfache und klare Gliederung eine zurückhaltende und mit ihrer raumhohen Verglasung gleichzeitig eine großzügige und offene Atmosphäre aus.

Flexibilität Der Haupteingang mit dem Foyer öffnet sich ebenerdig zur Schwiebusser Straße mit einer raumhohen Verglasung. Das hohe Erdgeschoss als vermittelt zwischen der Straße und dem Geländeniveau des Innenhofes. Der Höhenunterschied manifestiert sich als Sitzstufen im Foyer. Der direkt anschließende Konferenzbereich kann vollständig geöffnet und bei größeren Veranstaltungen zugeschaltet werden. Auf allen Geschossen schließen sich Aufenthalts- und Wartebereiche für Besucher unmittelbar an das zentral gelegene Treppenhaus an. Die Obergeschosse gliedern sich um einen zentralen Kernbereich in eine westliche und eine östliche Raumzone mit guter Übersicht und hoher räumlicher Qualität. Mit einem Ausbauraster von 1,35 m erhält das Gebäude eine zukunftsfähige Struktur mit hoher Flexibilität.

Projektdetails

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