Sporthalle Waldau

//Sporthalle Waldau
Sporthalle Waldau2018-09-13T16:38:50+00:00

Projektbeschreibung

Der urbane Raum wird zur Bühne, die gebaute Stadt zum Instrument, die Aktion des Menschen zum spielerischen Dialog mit der Stadt. Jedes Hindernis wird zur Herausforderung, eine Serie von Hindernissen zum Parkour. Die Bewegung wird zur Kunst, ihr Schatten zum Imageträger, gleich einem Alphabet aus akrobatischen Figuren. Das Street Workout dagegen ist wie ein Kraftraum im Freien, die Gewichte der eigene Körper und der der anderen, der Figuren-Code verwandt mit dem Parkour, Publikum erwünscht. Und auch das Kleinspielfeld, Boccia und Boulderwand scheuen den Zuschauer nicht.

Platz als Trainingsraum Der Action-Platz bietet Raum für diese Trendsportarten und ihr Publikum und bindet das Vorfeld der Eiswelt und der neuen Sporthalle in das Geschehen mit ein. An der Nordseite wird ein Plateau für das Kleinspielfeld, den Außengeräteraum und den ruhigeren Seniorensport ausgebildet. Ein waldartiger Hain integriert die funktionalen Elemente wie Trainingsgeräte, Geräteraum und Ballfang. Eine Arena aus Stufen umfasst das Zentrum zwischen Eiswelt und neuer Halle, Sitzstufen und Bänke schaffen Platz fürs Publikum und werden Teil des Parkours. Die zentrale Platzfläche wird zum Sinnbild des Stadtraums: Aufkantungen, Hindernisse und Geräte sind wie ein Abdruck aus dem Platzboden, farblich gleich und auf einfachste Geometrien reduziert.

Gestaltung und Materialität Belag, Stufenarena und Trainingsgerät sollen möglichst homogen wirken. Betonfertigteile, Asphalt und Fallschutz-Beläge sind sandfarben eingefärbt, passend dazu sind Stahlteile und Lichtmasten einbrennlackiert. Dem gegenüber stehen die natürlichen Farben und Strukturen von Baumstämmen und robusten Holzbänken. Farbiger Asphalt wird in Hinblick auf den urbanen Ursprung der Anlage gewählt. Dränasphalt ist denkbar, wird aber aufgrund der schlechten Sickerfähigkeit des Untergrunds kritisch gesehen. Stattdessen sind unterirdische Retentionseinrichtungen denkbar, die ggfs. mit Bewässerungssystemen der Baumstandorte und von benachbarten Rasenplätzen koppelbar wären. Platzbäume werden mit teils sickerfähigen, teils offenen Baumscheiben ausgestattet. Barrierefreiheit ist ein Selbstverständnis. Die großen Platzflächen sind mit 2.5 % bis max. 4% gestaltet, wo erforderlich mit zusätzlichen Rampen ausgestattet.

Die Marke ACTIONPLATZ Die Sprache der Straße wird zum Erkennungszeichen auf dem Platz, die Figuren des Alphabets werden zum Ornament und das Ornament zur Adresse: Der Platz lebt von diesem Image der Schatten und macht an der Architektur der Hallen keinen Halt. Die Architektur selbst wird Teil der Bewegungslandschaft, die Sportarten sind sichtbar nach außen gebracht, große Fenster laden zum Schauen ein.

Projektdetails

Kategorien: