Marketing- und Vertriebszentrum, Andreas Stihl AG & Co. KG

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Marketing- und Vertriebszentrum, Andreas Stihl AG & Co. KG2018-09-13T16:38:48+00:00

Projektbeschreibung

Die Geometrie der Sägekette wird in ihrer Einfachheit als ikonenhaftes Symbol für den Markenkern verstanden und übernimmt in seiner Direktheit als ordnendes Grundprinzip die Strukturierung der neuen Markenwelt von Stihl. Mit dem Neubau an der Keimzelle des Werks 1 soll nun, neben der städtebaulichen und architektonischen Aufwertung des Zugangsbereiches, ein zentraler Kulminationspunkt entstehen, in dem die unterschiedlichsten Fassetten des Unternehmens zusammenkommen und der ‘Markenkern’ authentisch nach innen und außen kommuniziert wird.

Sägekette als Ikone Die einzelnen Schneiden einer Sägekette sind über Gelenke verbunden. In einem übergeordneten Sinn symbolisiert das Zusammenwirken der Sägezähne und Gelenke die Idee der Verlinkung und die daraus entstehenden Synergieeffekte. Wie kein anderes Bauteil steht die Sägekette somit für ein Element, das Wissen, Kraft und Technik auf das zu bearbeitende Material überträgt. Sie bildet die Schnittstelle zwischen Werkzeug und Nutzer.

Fernwirkung Die innere Struktur des neuen Gebäudes zeichnet sich auch im Dach ab. In einzelnen Bereichen, insbesondere in den Ausstellungsflächen, werden Teile des Daches nach oben geklappt, wobei die seitlich entstehenden Oberlichter die Belichtung tiefer Raumzonen mit Tageslicht gewährleisten. Es entstehen Blickbeziehungen zwischen den einzelnen Bereichen der neuen Markenwelt und der Verwaltung, die unterschiedlichen Teile des Gebäudes verschmelzen zu einem organischen Ganzen.

Sichtbarkeit Die so entstehende skulpturale Dachlandschaft spiegelt das Symbol des “Markenkerns” aus dem Inneren in den Außenraum. So kann dieser, sowohl von der Ferne beim Ankommen, als auch von den umliegenden Hügeln und dem Besucherparkplatz aus kommuniziert und wahrgenommen werden. Als “Roter Teppich” wird die innere Struktur in den Freiraum vor das Gebäude weitergeführt. Die Gestaltung des “Gartens” wie des Zugangs entwickelt eine hochwertige Adresse zu Gebäude und Werk.

Vernetztes Gebäude Die einfache Struktur der Kette wird in eine Abfolge von (zum Raster des Untergeschosses) versetzten, tragenden Wandscheiben übersetzt. Die so entstehenden Raumabfolgen öffnen sich abwechselnd zum Werk und zum Fluss. Es entwickeln sich klare Zonen für die einzelnen Hauptbereiche, die aber zugleich miteinander in Kontakt stehen und eine offene und fließende Raumabfolge bilden. Ausgehend vom Vorbereich setzt sich diese Raumstruktur sowohl im Erd- wie im Obergeschoss bis in das bestehende Verwaltungsgebäude fort und verknüpft die Verwaltung mit der Markenwelt. Am Übergang von Gebäude 10 und 30 befindet sich als Gelenk ein offenes Atrium, um das sich die Schnittstellen von Marketing und Verwaltung anordnen.

Konstruktion: Technisch bodenständig Ziel des Tragwerks des Gebäudeneubaus ist es, das bestehende Untergeschoss von den Baumaßnahmen weitestgehend zu verschonen und auf die bestehenden Fundamente mit deren Kapazitäten zurückzugreifen. Die Achsen des Neubaus nehmen Rücksicht auf das bestehende Raster des Untergeschosses. In Gebäudelängsrichtung stehen die Stützen EG & OG auf den Seitenwänden sowie den drei Unterzügen des Untergeschosses. In Querrichtung ist die Ausrichtung der Achsen nicht mehr orthogonal, sondern um ca. 16° gedreht angeordnet, so dass die Stützen der beiden seitlichen Unterzüge um ein halbes Raster bzgl. Untergeschoss versetzt stehen und ihre Lasten mittig auf den Unterzügen abgeben. Somit werden die Bestandsstützen des Untergeschosses weiterhin gleichmäßig belastet.

Projektdetails

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