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Internationaler Wettbewerb Rosenstein, Stuttgart

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Internationaler Wettbewerb Rosenstein, Stuttgart2019-07-30T18:15:51+00:00

Projektbeschreibung

1. Preis: Überarbeitung unseres Entwurfs beim Internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein – Ideen für den neuen Stadtteil Stuttgart in Zusammenarbeit mit Koeber Landschaftsarchitekten/ Stuttgart, ee Concept/ Darmstadt, Philipp Bouteiller/ Berlin, Koehler & Leutwein/ Karlsruhe.

Im Zusammenwirken von Freiräumen, Wegeverbindungen und stadträumlichen Bezügen einerseits sowie Lagequalitäten, Nutzungen und Typologien andererseits, entsteht aus dem Stuttgarter Nordbahnhofviertel und seinen neuen Quartieren ein zusammenhängender Stadtteil mit dem Gleisbogenpark als gemeinsame Mitte und einer Abfolge vernetzter Freiräume auf Quartiersebene.

Urbaner Park als städtisches Rückgrat Der Gleisbogen als urbaner Park wird zum neuen städtischen Rückgrat der erweiterten Innenstadt. Als Gelenk verbindet er die Stadtteile Nord und Ost und dient zugleich als gesamtstädtische Entwicklungsachse. Der neue „Parkbogen“ nimmt alle Funktionen einer modernen grünen Infrastruktur auf und verbindet, vom Bahnhof kommend, bestehende und neue Quartiere zu einem gemeinsamen Ganzen. In seinem Charakter als dicht programmierter Freiraum nimmt er als urbane Ergänzung zum landschaftlich geprägten Erholungsraum des Rosensteinparks wichtige Freizeit-, Kultur-, Sport- und soziale Funktionen auf und führt das städtische Fuß- und Radwegenetz Richtung Neckar weiter. Darüber hinaus integriert er Elemente zur Verbesserung der ökologischen und stadtklimatischen Bedingungen sowie Themen der urbanen Landwirtschaft.

Integration in die umgebenden Strukturen Die bestehenden Blockstrukturen des denkmalgeschützten Eisenbahnerviertels werden als Ausgangspunkt für eine verbindende „Klammer“ des neuen Stadtteils weiterentwickelt. Unter Berücksichtigung bestehenden Anbindungen, Strukturen und Blickachsen entstehen autofreie, dichte und zugleich durchgrünte Nachbarschaften mit eigenständiger Identität.

Nachbarschaften als Lebensmittelpunkte Ein Quartiersplatz mit hybridem Hub, der soziale Infrastruktur, neue Mobilität, Energie und Stoffströme auf nachhaltige Weise bündelt, bildet das Herz jeder Nachbarschaft. Der Hub wird im Kern als Quartiersgarage ausgebildet und kann bei verändertem Mobilitätsverhalten angepasst und umgenutzt werden. Der Parkrand als attraktivste Wohnlage im neuen Viertel wird als Experimentierfeld für Gemeinschaft und soziales Zusammenleben vorgesehen. Je nach Lage werden die Gebäude hinsichtlich der Erdgeschoßnutzung und Grundrisstypologien differenziert. In der Randbebauung zum neuen Park wird der Bogen des ehemaligen Bahnkörpers als prägnante Form herausgearbeitet, Hochpunkte als städtebauliche Akzente gesetzt und klare Raumkanten ausgebildet. Die Wagenhallen bilden den Impulsgeber für das neue Kreativquartier mit einer modulare, flexibel und experimentierfreudige Baustruktur. Im urbanen nutzungsgemischten Europaquartier wird gewohnt und gearbeitet, kulturelle Bausteine und soziale Infrastruktur ergänzen kommerzielle Angebote. Der Boulevard verknüpft das Quartier mit dem bestehenden Europaviertel.

Energiekonzept Das neue Rosensteinquartier erhält ein nachhaltiges und zukunftsweisendes Energiekonzept. Grundlage der Energieversorgung ist ein Smart Grid, das alle Verbraucher, Erzeuger und Speichereinheiten im Quartier miteinander verbindet und optimiert. Mit Strom als einzigem Energieträger können Energieflüsse verlustfrei und hoch flexibel im gesamten Quartier organisiert werden. Die Wärmeerzeugung erfolgt je Cluster dezentral über Wärmepumpensysteme im jeweiligen Medienzentrum. Der erforderliche Strom wird über eine umfangreiche Aktivierung der neu entstehenden Oberflächen im Quartier selbst erzeugt: Dach- und Fassadenflächen erzeugen über gebäudeintegrierte Photovoltaiksysteme im Jahresverlauf mehr Energie, als insgesamt verbraucht wird. Insgesamt entsteht so ein sehr wirtschaftliches System, das ein CO2-neutrales Energiekonzept und eine langfristige Versorgungssicherheit gewährleistet.

Mobilität Durch Multimodalität wird eine optimale Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger und eine autoarmer Stadtstruktur generiert. Der Verkehr wird am Rand der Quartiere abgefangen und in Quartiersgaragen geführt. Ein flächendeckendes Angebot an elektrischen Carsharing – Fahrzeugen soll den PKW-Bestand und somit den Bedarf an PKW-Stellplätzen reduzieren. Zwischen den Quartieren werden Anliegerstraße vorgesehen, die Nachbarschaften selbst sind autofrei ohne private Stellplätze als Shared Space verkehrsberuhigt ausgeführt. Die Quartiere werden von einem durchgängigen Radwegenetz durchzogen. Insbesondere die neukonzipierten Radschnellwege entlang der nördlichen Bahntrasse bzw. parallel zur Platanenallee im Rosensteinpark vernetzen das Gebiet.

1. Preis beim Wettbewerb Rosenstein-Quartier, Stuttgart

Projektdetails

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