Projektbeschreibung

1. Rang Kooperatives Planungsverfahren EnBW-Areal Stöckach Stuttgart-Ost in Zusammenarbeit mit Prof. Alex Wall, KIT und Charlottesville University of Virginia [2009] | Erweiterte Machbarkeitsstudie 2010

AS FOUND – Die Entwicklung einer neuen Nachbarschaft auf bestehenden Strukturen. Die Eigenarten eines Ortes, wie die Integration von schon vorhandenen Verbindungen, sind Keimzellen sozialer Beziehungen und wichtige Bausteine fĂŒr das Entstehen lebendiger Nachbarschaften. Vor diesem Hintergrund gab es beim EnBW-Areal viele Möglichkeiten zur Aneignung und Weiterverwendung rĂ€umlicher Strukturen. Der pragmatische Ausgangspunkt zur Neuentwicklung des Areals war die Umnutzung bestehender Bunker und unterirdischer LagerflĂ€chen zu Tiefgaragen fĂŒr das Quartier. Aus dieser, im Untergrund bereits angelegten Struktur, gelang es, oberirdisch ein vielfĂ€ltiges Quartier mit differenzierten QualitĂ€ten zu entwickeln. Die Kombination gewachsener Strukturen und der Integration neuer Baukörper generierte eine neue eigenstĂ€ndige IdentitĂ€t, die zugleich auf vielfĂ€ltige Weise mit der Umgebung vernetzt ist und dabei Impulse auf den gesamten Stadtteil ausĂŒbt. Orte entwickeln nicht automatisch eine gewachsene IdentitĂ€t – es ist eine Entwicklung ĂŒber Zeit.

QualitĂ€ten stĂ€rken, Möglichkeiten öffnen Im Nachgang zum Wettbewerb wurden in einer erweiterten stĂ€dtebaulich-typologischen wie wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie eine Serie alternativer Bebauungsszenarien auf der Grundlage projektspezifischer Bauregeln entwickelt, die einerseits QualitĂ€tsstandards definieren, andererseits aber genĂŒgend Offenheit fĂŒr zukĂŒnftige, noch nicht absehbare Akteure und Prozesse ermöglichen.

Gold DGNB Pilotphase „Neubau Stadtquartiere“ Das Projekt fĂŒr die EnBW war eines von zehn Pilotprojekten fĂŒr das DGNB Zertifikat “Neubau Stadtquartiere” und erreichte 2010 den Gold-Status in der Projektstufe Vorzertifikat. Es zeichnet sich insbesondere durch das Wiederverwenden bestehender Strukturen und der damit verbundenen Einsparungen der “grauen Energie” aus. Dieses Konzept fĂŒhrt gleichzeitig auf der soziologisch-stĂ€dtebaulichen Ebene durch das Fortschreiben der gebauten “Geschichte” zu hoher IdentitĂ€t und Integration im Quartier.