EnBW-Areal Stuttgart-Ost

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EnBW-Areal Stuttgart-Ost2018-09-13T16:38:47+00:00

Projektbeschreibung

1. Rang Kooperatives Planungsverfahren EnBW-Areal Stöckach Stuttgart-Ost in Zusammenarbeit mit Prof. Alex Wall, KIT und Charlottesville University of Virginia [2009] | Erweiterte Machbarkeitsstudie 2010

AS FOUND – Die Entwicklung einer neuen Nachbarschaft auf bestehenden Strukturen. Die Eigenarten eines Ortes, wie die Integration von schon vorhandenen Verbindungen, sind Keimzellen sozialer Beziehungen und wichtige Bausteine für das Entstehen lebendiger Nachbarschaften. Vor diesem Hintergrund gab es beim EnBW-Areal viele Möglichkeiten zur Aneignung und Weiterverwendung räumlicher Strukturen. Der pragmatische Ausgangspunkt zur Neuentwicklung des Areals war die Umnutzung bestehender Bunker und unterirdischer Lagerflächen zu Tiefgaragen für das Quartier. Aus dieser, im Untergrund bereits angelegten Struktur, gelang es, oberirdisch ein vielfältiges Quartier mit differenzierten Qualitäten zu entwickeln. Die Kombination gewachsener Strukturen und der Integration neuer Baukörper generierte eine neue eigenständige Identität, die zugleich auf vielfältige Weise mit der Umgebung vernetzt ist und dabei Impulse auf den gesamten Stadtteil ausübt. Orte entwickeln nicht automatisch eine gewachsene Identität – es ist eine Entwicklung über Zeit.

Qualitäten stärken, Möglichkeiten öffnen Im Nachgang zum Wettbewerb wurden in einer erweiterten städtebaulich-typologischen wie wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie eine Serie alternativer Bebauungsszenarien auf der Grundlage projektspezifischer Bauregeln entwickelt, die einerseits Qualitätsstandards definieren, andererseits aber genügend Offenheit für zukünftige, noch nicht absehbare Akteure und Prozesse ermöglichen.

Gold DGNB Pilotphase „Neubau Stadtquartiere“ Das Projekt für die EnBW war eines von zehn Pilotprojekten für das DGNB Zertifikat “Neubau Stadtquartiere” und erreichte 2010 den Gold-Status in der Projektstufe Vorzertifikat. Es zeichnet sich insbesondere durch das Wiederverwenden bestehender Strukturen und der damit verbundenen Einsparungen der “grauen Energie” aus. Dieses Konzept führt gleichzeitig auf der soziologisch-städtebaulichen Ebene durch das Fortschreiben der gebauten “Geschichte” zu hoher Identität und Integration im Quartier.