Darmstadt 2030+

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Darmstadt 2030+2019-05-22T17:44:24+00:00

Projektbeschreibung

Darmstadt wächst klug… und erfindet sich neu! Zusammen mit unserem Partner Labor für urbane Orte und Prozesse konnten wir in einem kooperativen Beteiligungsprozess, gesteuert von Urban Catalyst, Zukunftsideen für die „Wissenschafts- und Arbeitsstadt“ Darmstadt entwickeln. In fünf Bürgerforen wurde unserer Arbeit mit den Erkenntnissen aus den Arbeitsfeldern vier weiterer Teams verknüpft und intensiv mit der Bürgerschaft vor Ort diskutieren um diese in die Entwicklungen des städtebaulichen Leitbildes aktiv einzubinden.

Die dynamische Wissenschaftsstadt Darmstadt steht als technologieorientierte Stadt mittlerer Größe für eine „Produktive Stadt“ der Denker und Macher, für eine nachhaltige Wirtschaftskultur unter Einbeziehung von Handwerk und Gewerbe, hochtechnologischer Industrieproduktion, Spitzenforschung, international vernetzter Wissenschaft und lokalem Handel. Dieses für Darmstadt typische Profil gilt es im Hinblick auf die aktuellen Treiber urbaner Transformationen wie Globalisierung und Wissensgesellschaft, Migration und Demografie, Digitalisierung, Sozialer Wertewandel und Klimaerwärmung im Sinne eines ganzheitlichen Zukunftsbildes weiterzuentwickeln.

Forum IV – Strategien und Schlüsselräume

Stadthaus Bei dem Abschlussforum im September 2018 wurden die Ergebnisse der kooperativer Arbeitsphase präsentiert. Der Schwerpunkt der Veranstaltung zum Masterplan-Prozess Darmstadt 2030+ lag in der Ausarbeitung von „Strategien und Schlüsselräumen“.
In einem begehbaren Modell präsentierten wir die Kernaussagen des Masterplans zum Arbeitsfeld „Wissenschafts- und Arbeitsstadt“ sowie die daraus resultierenden Strategien und Schlüsselräume. Aus der Zusammenführung mit den Ergebnissen der anderen Teams entstand ein multidimensionales und buntes Bild der Zukunft Darmstadts. Das begehbare Modell verdeutlichte auf anschauliche Weise die einzelnen Themenfelder, Synergien und Komplexität des Prozesses und fand Anklang bei der anwesenden Bürgerschaft. Ein spezielles Format der Jugendbeteiligung ermöglichte Schüler*innen Feedback zu geben und sich mit den Planungsteams auszutauschen.
In einem letzten Schritt werden durch Urban Catalyst Berlin die gesammelten Ergebnisse der Teams und der Beteiligungsprozesse in einem übergeordneten Masterplan zusammengeführt.

Forum III – Zukunftsbilder und Szenarien

Neue Zukunftsbilder für Darmstadt basieren auf der Leitidee, die vorherrschende funktionale wie räumliche Teilung Darmstadts zu überwinden. „Sternstadt“, „Ringstadt“ und „Regionalstadt“ zeigen unterschiedliche Entwicklungsrichtungen einer produktiven Stadt auf. Im dritten Bürgerforum standen die Zukunftsbilder und Szenarien für Darmstadt 2030+ zur Diskussion.
Die Sternstadt stellt die Erhöhung städtebaulicher Dichte und urbaner Qualitäten im Bestand im Vordergrund. Der Schwerpunkt der räumlichen Entwicklung liegt in Form von Neuplanung, baulicher und/oder funktionaler Umstrukturierung oder Stadtraumaufwertung entlang ausgewählter Entwicklungskorridore. Die Ringstadt übersetzt die Frage nach zukunftsfähiger Mobilität in die Entwicklung eines Rings aus Impulsräumen („Hubs“). Diese Hubs sind zum einen Mobilitätsknotenpunkte und zum anderen Ausgangs- bzw. Mittelpunkt stadträumlicher und funktionaler Quartiersentwicklungen. Die Regionalstadt bettet die gesamtstädtische Entwicklung Darmstadts in den Kontext der wirtschaftsstarken Region ein indem sie Entwicklungsschwerpunkte fokussiert.
Im Diskurs am Dialogtisch kristallisierte sich das Zukunftsbild der Ringstadt als Favorit der anwesenden Bürgerschaft heraus. Das Konzept des räumlichen Entwicklungsrings mit Mobilitätsverknüpfungen stößt auf den größten Zuspruch.

Forum II – Trends und Dynamiken

Das Profil der Wissenschaftsstadt Darmstadt basiert bereits heute auf mehreren zukunftsfähigen Leitbranchen. Diese resultieren aus der langen Tradition als Wissenschafts- und Technologiestandort. Diese Entwicklungen zeichnen sich deutlich in der Morphologie der Stadt ab. Derzeit präsentiert sich der Stadtraum Darmstadts zweigeteilt. Während sich im Westen Arbeitsstandorte konzentrieren, prägt die Wohnnutzung eine östlich gelegene Nord-Süd-Achse. Identifikationsträger und Wiedererkennungsmerkmale, wie Darmstadts Schätze, sind überwiegend in Wohnquartieren verortet und finden sich nur selten in Stadträumen des Arbeitens. Vor dem Hintergrund einer kontinuierlichen Arbeitsplatzzunahme stellt sich die Frage nach einem verfügbaren und vielfältigen Flächenangebot. Entwicklungen im Außenbereich stehen nicht zur Verfügung, der Bestand bietet jedoch räumliche wie funktionale Potenziale, die im zweiten Forum mit der Bürgerschaft diskutiert wurden.

Forum I – Darmstadts Schätze

Die Idee der „Produktiven Stadt“ soll als neuer Strategieansatz und Leitbildentwurf der Stadtentwicklung in den Raum gestellt und so zum Impulsgeber für einen intensiven Diskurs mit der Fachwelt, der Verwaltung und vor allem der Öffentlichkeit werden. Vor diesem Hintergrund haben wir den Bürgern Darmstadt zum ersten Forum folgende Leitfrage gestellt: Wo sind die prägenden Milieus der Denker und Macher in Darmstadt und was sind wichtige Leuchtturmprojekte?

Projektdetails

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