Projektbeschreibung

1. Preis Planungs- und Bauvergabe im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens nach EU VOB/A in Zusammenarbeit mit Michel und Wolf Architekten und der WOLFF & MÜLLER Holding GmbH & Co. KG

Der Neubau der Albert-Schäffle-Schule (ASS) lässt in Kombination mit der bestehenden Fritz- Ruoff-Schule (FRS) und der zugehörigen Sporthalle einen räumlich klar gefassten Schulcampus als neue Mitte entstehen. Der Schulneubau orientiert sich an der Ausrichtung der umgebenden Großstrukturen auf dem Säer, bildet einen Abschluss an der Hangkante nach Nordwesten und vermittelt zu dem kleinteiligen Wohngebiet im Westen. Der Haupteingang orientiert sich nach Osten zum Campus und bildet eine neue Eingangsachse, die als Rückgrat dient und eine Verbindung zur Bushaltestelle und den Parkierungsanlagen herstellt. Eine verglaste Fuge zwischen den Gebäudeteilen lässt den Zugang bereits von weitem erkennen.

Gebäudeidee Eine große Haupthalle empfängt die Schüler und bildet den Mittelpunkt des Gebäudes. Alle Klassenräume sind so angeordnet, dass ein freier Ausblick in die umgebende Landschaft möglich ist. Nach Osten hin tritt das Gebäude als zweigeschossiger Baukörper in Erscheinung. Unter Ausnutzung des Geländeverlaufs wird der Baukörper zur Albert-Schäffle-Str. hin dreigeschossig. Ein Innenhof belichtet die Mittelzone des Verwaltungs- und Ganztagesbereichs. Ein alle Ebenen verbindender Aufzug gewährleistet die Barrierefreiheit aller Räume. Die räumliche Nähe aller Funktionsbereiche lässt ein lebendiges und einladendes Haus für Schüler und Lehrer entstehen.

Offenheit Das große Atrium verbindet das Foyer mit allen Geschossebenen. Ein Oberlichtband versorgt diese Mitte mit Tageslicht und lässt einen hellen, freundlichen Innenraum entstehen. Verbindungsstege im Atrium werden als breite Raumzonen ausgeführt und bieten Flächen für Aufenthalt, Lerninseln und Ausstellungsfläche. Vom Haupteingang aus führt eine große Treppe mit Sitzstufen in die untere Ebene. Hier befindet sich in zentraler Lage eine flexibel nutzbare Veranstaltungsfläche.

Landschaftsraum Die Aufenthaltsbereiche im Freien befinden sich in vielfältig angebotenen Pausenbereichen östlich des Neubaus und sind so lärmabgewandt zur angrenzenden Wohnbebauung platziert. Das bestehende Sportfeld liegt höhengleich neben dem Pausenhof und kann temporär auch als Pausennutzfläche genutzt werden. Südlich des Sportplatzes ist eine neue Fußwegeverbindung ins Eingangsgeschoss der FRS (Brücke zur Mensa) geplant. Die Schule wird mit den in der Umgebung liegenden Flächen in die Landschaft eingebunden. Streuobstwiesen werden in ihrer landschaftlichen Eigenart wiederhergestellt und umgeben den Neubau von Norden und Westen. Die gesamten Freiflächen sind dazu geeignet, das anfallende Regenwasser zu absorbieren und zurückzuhalten. Zur Aufnahme und Retention des restlich anfallenden Regenwassers dienen die Dachbegrünung der Gebäude, das Sickerpflaster sowie grasbewachsene Mulden und Gräben mit darunterliegenden unterirdischen Schotterrigolen.