Acherner Höfe

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Acherner Höfe2018-09-13T16:38:47+00:00

Projektbeschreibung

3. Preis Städtebaulicher Wettbewerb „Lammbrücke/ Auftakt Stadtkern“ in Zusammenarbeit mit Koeber Landschaftsarchitektur

Aus dem Zusammenspiel maßstäblicher Stadtbausteine und dem Bild der historisch bewegten Dachlandschaft Acherns mit den grünen Hängen des Schwarzwaldes im Hintergrund entsteht eine bildhafte Silhouette. Die Silhouette vereint vielfältige funktionale Angebote sowie unterschiedliche Typologien und Dachformen zu einem prägnanten Gesamtbild und stärkt die regionale Identität des Ortes.

Acherner Stadtbausteine Im Bestand der Umgebung finden sich „normale“ Quartiers- und Blockstrukturen, die jedoch häufig durch einen leicht versetzten Sonderbaustein mit eigener Funktion und Charakter ergänzt sind, beispielsweise das leicht verdreht stehende Klauskirchl. Diese Eigenart wird aufgenommen und weiterentwickelt. Die Neubauten werden als Fortsetzung des Stadtkerns verstanden. Drei strukturell ähnliche „Subquartiere“ erhalten über die Sonderbausteine eine jeweils an ihre städtische Situation angepasste Ausformung. Die Eigenständigkeit der Quartiere wird durch die klare Orientierung der giebelständig zur Silhouette ausgerichteten Baukörper zusammengefasst. Der bisher diffuse Rand der Innenstadt erhält eine klare Orientierung zur Acher hin.

Verknüpfende Freiräume Die städtebauliche Setzung generiert sowohl Platz- als auch Gartenräume. Die Platzräume sind durch ihren öffentlichen und identitätsstiftenden Charakter von hoher Bedeutung für den Auftakt des Stadtkerns. Der Acherplatz in unmittelbarer Nähe der Kreuzung empfängt die Besucher. Historische Bäume an dieser Stelle erzeugen eine besondere Atmosphäre, die durch einen Wassertisch ergänzt wird. Es wird Bezug zur Acher aufgenommen und der Fokus vom Verkehr zurück auf die Acher gesetzt. Eine durchgängige Wegeverbindung wird auf der Innenstadtseite entlang der Acher angestrebt, wodurch bedeutsame Freiräume miteinander verknüpft werden. Eine Terrasse als zentraler, öffentlicher Raum wird in diesem Bereich integriert. Es entsteht ein besonderer Aufenthaltsort direkt am Wasser, der durch gastronomisches Angebot bespielt werden kann – ein neuer lokaler Charakter, der dem Stadtkern Attraktivität verleihen wird. Das Stadtfoyer an der Straße Zum Klauskirchl führt von Norden in den Stadtkern und lädt zum Verweilen unter Bäumen ein. Die Außenraumgestaltung des Klauskirchl mit einem wertigen Platzboden betont die solitäre Stellung im Stadtgefüge und fördert die Integration in den Fußgängerbereich.

Im Gegensatz zu den Platzräumen zeichnen sich die Gartenräume, als Gartenhof und Dachgarten angedacht, durch ihren privaten Charakter aus. Intime und öffentliche Räume erzeugen bedeutsame Treffpunkte und Orte, die eine zufällige Interaktion der Bürger fördern. Eine Wegeverbindung für Fuß- und Radverkehr wird entlang des neugestalteten Uferbereichs der Acher gewährt, eine Verbindung zum Glashüttenareal wird zudem gewährleistet.

Erschließung Die Neuordnung des Hauptverkehrsknotenpunkts „Lammbrücke“ beschränkt sich auf eine leichte Verlagerung der Eisenbahnstraße nach Westen sowie das Entfernen einer Abbiegespur auf der Hauptstraße und an der Acher. Unter Fortführung der aus der Innenstadt kommenden Gebäudekanten entsteht dadurch eine großzügige Wegeverbindung für Fußgänger. Zur Förderung sanfter Mobilität im Stadtkern und als Anregung für die Bürger, sich zu Fuß oder mit dem Rad zu bewegen, wird eine attraktive Straßenraumgestaltung vorgeschlagen. Die Präsenz parkender Autos im Stadtbild wird reduziert indem Stellplätze auf dem Areal in Tiefgaragen und einem Parkplateau untergebracht werden.

Nutzungsmischung Die Nutzungsmischung leitet sich aus der Adaption der im Stadtkern vorhandenen Nutzungen ab. Dementsprechend sind im Erdgeschoss Raum für Einzelhandel und Dienstleistungen sowie in den Obergeschossen Wohnen angedacht. Ergänzt wird das Angebot durch Flächen für Büroräume, Gastronomie an der Acher und Treffpunkte für die Nachbarschaft.
Das historische Weinbrennerhaus dient im Stadtkern als touristischer Link zur Illenau. Als Wechselraum kann das Gebäude für temporäre Ausstellungen des Arkaden Museums, Seminare und Veranstaltungen genutzt werden.

Projektdetails

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