April 2021
Unser Energieparkhaus ist der erste Baustein für den zweiten Bauabschnitt des neuen Stadtteils Neckarpark. Bei der Realisierung galt es eine Vielzahl scheinbar gegensätzlicher Vorgaben in Einklang zu bringen: Die Gebäudehülle musste so konzipiert werden, dass ausreichender Lärm- und Blendschutz für das angrenzende Quartier gewährleistet wird – was eine möglichst geschlossene Fassade erfordert. Gleichzeitig sollte das Parkhaus natürlich belüftet werden – was wiederum eine hohe Luftdurchlässigkeit voraussetzt. Zusätzlich wurde im B-Plan eine intensive Fassadenbegrünung mit minimalem Pflegeaufwand festgeschrieben.
Solche vermeintlichen Widersprüche verstehen wir im Büro als Potential. Auf der Suche nach der Vereinbarkeit von konträren Anforderungen machen wir uns auf den Weg zu spezifischen Lösungen, die nur bei diesem einen Projekt zum Tragen kommen können. Nicht das Gewöhnliche, sondern das Besondere einer Bauaufgabe soll sich zeigen.

Im Fall des Parkhauses war unsere Lösung ein mehrschichtiger Aufbau der Fassade. Über eine rautenförmige Tragstruktur aus Stahl spannt sich ein Edelstahlnetz, das sowohl als Rankhilfe als auch als Absturzsicherung dient. Grüne, schuppenartig angeordnete Glasschindeln auf der Nordseite bieten durch ihre Überlagerung einen Schallschutz für das angrenzende Wohngebiet, zugleich bleibt eine natürliche Lüftung erhalten.

Vielen Dank an Angelika Babucke, Hannah Kölbl, Onur Canvarol, Fatih Altuntas und Ralph Stäcker für ihre Ideen und ihr Engagement!