August 2022
Das Ruhrgebiet hat eindrucksvoll die Chancen des Strukturwandels ergriffen: Stillgelegte Zechen fungieren als Industriemuseen, Hüttenwerke als weitläufige Landschaftsparks. Unser Wettbewerbsentwurf für einen klimaneutralen Energiecampus in Dortmund soll die Zeitenwende nahtlos fortführen.
Das städtebauliche Gerüst orientiert sich an der ortsbildprägenden Linearität der Kokerei Hansa, die sich in der Freiraumplanung der IGA 2027 fortsetzt. Geradlinig gesetzte Baukörper flankieren eine zentrale Werkstraße, auf der Arbeitsflächen für rund 2000 Beschäftigte, innovative Mobilität und performativer Freiraum Raum finden. Als Herzstück des Areals fungiert das Transferzentrum, das als Mischung aus Inkubatorspace, Fertigungshallen, Showkorridor und Freiraumdeck konzipiert ist.
Der Entwurf umfasst Konzepte zum Regenwassermanagement sowie zur Nutzung von Grauwasser und entwickelt ein robustes Netz an Grünräumen, das den Campus durchzieht und mit dem Landschaftspark der IGA 2027 verbindet. Dadurch entstehen differenzierte Freiräume wie grüne Fugen, Quartiersplätze, Wassertreppen, Rigolen, Gartenterrassen und durchgrünte Dachflächen, die gleichsam eine effiziente blaugrüne Infrastruktur sowie die soziale Nachhaltigkeit fördern.

Rendering: moka-studio